Kennen Sie die Parabel vom Fischer und von dem Touristen? Sie geht so: Sitzt ein Fischer neben seinem Boot und hält Siesta. Da kommt ein Tourist daher und fragt: "Es ist ein so wunderschöner Tag, sonnig und windstill, die perfekten Bedingungen zum Fischen. Warum fahren Sie nicht hinaus, um Fische zu fangen?" Der Fischer zuckt mit den Schultern und antwortet: "Ich habe schon einen schönen Fang gemacht. Den bereitet meine Frau heute Abend zu." Der Tourist lässt nicht locker: "Doch wenn Sie jetzt noch einmal hinausfahren, können Sie noch mehr Fische fangen!" Der Fischer lächelt, und bevor er antworten kann, fährt der Tourist fort: "Stellen Sie sich vor: Wenn Sie öfter am Tag hinausfahren würden, könnten Sie die Fische, die Sie fangen, verkaufen. Bald könnten Sie sich ein zweites Fischerboot leisten, um noch mehr Fische zu fangen und noch mehr Geld zu verdienen. Davon kaufen Sie sich ein drittes, ein viertes, ein fünftes Boot ... eine ganze Flotte. Mit vielen Mitarbeitern, die sie nur noch kontrollieren müssen. Dann müssen Sie nicht selbst aufs Meer fahren, sondern können sich zurücklehnen und das Leben genießen!" Der Fischer lächelt und antwortet gelassen: "Aber das mach ich doch bereits!"
Diese einfache Geschichte bringt den Kern des sogenannten Simplifying-Trends auf den Punkt: die Abkehr von Arbeits- und Karriereformen, die die Menschen zunehmend auslaugen, vom "Information Overload" und von der Überkomplexität der Technologie. Interessant dabei: "Simplifizierung" ist mitnichten ein Konzept technologiegestresster Zeitgenossen, denn schon der chinesische Gelehrte Lao Tse sagte: "In Einfachheit liegt Reichtum." Der Architekt Ludwig Mies van der Rohe übersetzte diesen Inhalt in die zeitgemäßen Worte "Weniger ist mehr", die in der Architektur und im Design auch heute noch tonangebend sind.
Einfachheit ist die Konzentration aufs Wesentliche. Sie ist erstrebenswert, wenn mit wenigen Mitteln möglichst viel erreicht werden kann. Dann ist sie ein Synonym für Effizienz, auch ein Wort, das zurzeit in aller Munde ist.
Antike Philosophen forderten, dass eine wahre Theorie nicht nur logisch, funktional und konkret umsetzbar sein sollte, sondern auch einfach. Dieser Ansicht ist übrigens auch die Informatik, von der das KISS-Prinzip stammt: Keep it simple and stupid (Halte es einfach und leicht verständlich). Ein Beispiel: das Internet, das auf der TCP/IP-Protokollfamilie basiert. Der einfache Aufbau dieser Protokolle hat dafür gesorgt, dass dieses Netz das sehr schnelle Wachstum des World Wide Web problemlos überstanden hat. Dabei wurden die TCP/IP-Protokolle ursprünglich für ein wesentlich kleineres System entwickelt: die Forschungszentren des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten von Amerika.
Fazit: Einfach ist einfach besser, effizienter und wirtschaftlicher! Das können insbesondere zahlreiche NetApp Kunden bestätigen, die von einem Maximum an Storage-Effizienz bzw. Speicher-Effizienz, aufgrund der einfachen und einheitlichen Unified-Storage-Architektur profitieren.
Herzlichst Ihr
Alexander Wallner
Vice President Sales and General Manager Germany
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